Eine alte Frau erzählt einem Kind von einem unheimlichen Ritual, bei dem die Menschen des Dorfes den Göttern opfern. Sie sagt, dass in der kommenden Nacht die Göttin Anubis erscheinen und eine Gabe verlangen wird. Peter spricht Worte aus der Anrufung der Göttin Anubis, die besagen, dass er auserwählt sei, weil er an einem Sonntag geboren wurde und das geheimnisvolle Zeichen trägt. Clara kommt zu ihrem Geliebten Peter, den seine Träume ängstigen. Sie finden keine gemeinsame Sprache. In seinem Schmerz äußert er den Wunsch, sich das Herz aus der Brust zu trennen.
Azaël ist von Peters Herz angezogen und erzählt ihm ein Märchen. Es handelt von einem alten Mann im Wald, der sich von den Menschen abgewandt hat. Ein verängstigter Wolf bittet ihn um Hilfe. Der Mann versagt dem Wolf die Hilfe, weil auch ihm weder Mensch noch Tier je geholfen habe. Peter versteht nicht, warum ihm dieses Märchen erzählt wurde und was Azaël von ihm möchte. Peters Mutter gelobt Azaël, in verwandelter Gestalt ihrem Sohn das Herz zu nehmen. Sie erhält von Azaël das Gewand der Göttin Anubis. Peter fürchtet sich von der anstehenden „großen Veränderung“. Seine Mutter beschwichtigt ihn und erinnert daran, dass Peter auserwählt sei und das Kainsmal als Zeichen trage. Peter willigt ein. Beide beschwören ihre gemeinsame Finsternis. Clara und Peter bekennen ihre Liebe zueinander. Peter erzählt ihr vom Kainsmal. Clara fragt, von wem er es habe. Peter verwehrt ihr die Antwort. Clara sieht ihre Verbindung zu Peter als verloren an und verlässt ihn. Peter ruft die Göttin Anubis an. Anubis begehrt Peters Herz und sagt ihm, dass sie es in dieser Nacht durch einen Stein ersetzen werde. Anubis entnimmt Peters Herz. Peter stellt nach dem vollendeten Ritual seine Gefühlslosigkeit fest. Peters Mutter verweigert Azaël das Herz ihres Sohnes und begreift voll Reue, was sie tat.