Manon Lescaut genießt die Bewunderung der Männer, die für sie schwärmen. Ihr Bruder verfolgt den Plan des Vaters, sie in einem Kloster vor den Männern zu schützen. Der wohlhabende Geronte möchte sie in seine Welt locken, doch sie schenkt ihre Liebe dem jungen Des Grieux und entzieht sich dem Zugriff ihres Bruders. Kurz darauf jedoch gibt sie den materiellen Verlockungen Gerontes nach und wird von ihm abhängig. Dennoch bringt ihre Liebe zu Des Grieux sie bald dazu, ihre neue Lebenssituation erneut hinter sich lassen zu wollen.
Mit dieser Vertonung des Romans von Abbé Prévost, den Jules Massenet bereits 1884 auf die Opernbühne gebracht hatte, begründete Giacomo Puccini 1893 in Turin seinen Ruhm als einer der erfolgreichsten Opernkomponisten, der bis heute anhält. Mit klanglicher Eindringlichkeit und feinen Melodien lässt Puccini die Emotionen seiner Figuren besonders wirklich erscheinen. In dieser Produktion kehrt Bertrand de Billy an die Staatsoper zurück, um zu dirigieren. In seiner Inszenierung konzentriert sich Johannes Erath auf die Sehnsüchte und Träume der Protagonistin sowie der Männer in ihrem Umfeld.










