Asher Fisch

Mit gleicher Selbstverständlichkeit und Autorität in Oper und Konzert widmet sich Asher Fisch einem breiten Repertoire von Gluck bis zu Uraufführungen des 21. Jahrhunderts, mit besonderer Affinität zum deutschen romantischen und spätromantischen Repertoire. Seit 2014 ist er Principal Conductor und Artistic Advisor des West Australian Symphony Orchestra (WASO) und ab der Saison 2024/25 zudem Musikdirektor der Tiroler Festspiele Erl. Zuvor war er Musikdirektor der New Israeli Opera (1998–2008) und der Wiener Volksoper (1995–2005) sowie Principal Guest Conductor der Seattle Opera (2007–2013).
Neben seiner Tätigkeit mit dem WASO — darunter die Uraufführung von Paul Stanhope’s choral-orchestralen Zyklus Mahāsāgar in dieser Saison — dirigiert Fisch als Gast das Milwaukee Symphony Orchestra und die Düsseldorfer Symphoniker. Er kehrt an die Royal Danish Opera zurück, um Barrie Koskys Produktion von Dialogues des Carmélites zu leiten, sowie an die Wiener Staatsoper für Carmen. In Erl dirigiert er Lucia di Lammermoor, Parsifal und Der fliegende Holländer.
Asher Fisch begann seine Dirigentenlaufbahn als Assistent von Daniel Barenboim und Kapellmeister an der Staatsoper Berlin. Er hat sich ein vielseitiges Repertoire an führenden Opernhäusern erarbeitet, darunter die Metropolitan Opera, die Lyric Opera of Chicago, die San Francisco Opera, das Teatro alla Scala, das Royal Opera House Covent Garden, die Bayerische Staatsoper und die Semperoper Dresden. Zudem dirigierte er bedeutende amerikanische Orchester wie das Boston Symphony Orchestra, das Chicago Symphony Orchestra, das Cleveland Orchestra, das New York Philharmonic und das Philadelphia Orchestra. In Europa trat er unter anderem mit den Berliner Philharmonikern, den Münchner Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra, dem Gewandhausorchester Leipzig und dem Orchestre National de France auf.
Zu seinen jüngsten Engagements zählen Ariadne auf Naxos an der Israeli Opera, La bohème, Parsifal und die „Verdi-Trilogie“ Rigoletto, Il trovatore, La traviata in Erl, die spanische Erstaufführung von Aribert Reimanns Lear am Teatro Real Madrid, Carmen an der Wiener Staatsoper, Lohengrin und La forza del destino am Teatro Comunale di Bologna, Cavalleria rusticana und Pagliacci am Tokyo Metropolitan Theatre sowie Tannhäuser bei Opera Australia. Seine Konzerttätigkeit umfasst Auftritte mit dem Israel Philharmonic Orchestra, den Sinfonieorchestern von Sydney, Queensland und Neuseeland sowie mit den Orchestern von Indianapolis, Kansas City, Oregon und Seattle.
Seine preisgekrönte Diskographie umfasst Bruckners 8. Sinfonie und Wagners Tristan und Isolde, das Debütalbum des Tenors Stuart Skelton mit dem WASO sowie Ravels L’heure espagnole mit dem Münchner Rundfunkorchester. 2016 nahm er mit dem WASO sämtliche Brahms-Sinfonien auf, veröffentlicht bei ABC Classics und von der Kritik hoch gelobt. Seine Aufnahme von Wagners Ring Cycle mit der Seattle Opera erschien 2014. Eine frühere Einspielung des Ring Cycle mit der State Opera of South Australia wurde mit zehn Helpmann Awards ausgezeichnet, darunter Beste Oper und Beste musikalische Leitung. Fisch ist zudem ein versierter Pianist und hat für das Label Melba ein Soloalbum mit Klaviertranskriptionen von Wagner aufgenommen.